Uwe Jerathe
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Professionelle Analysen des Pedigrees

Sie möchten wissen, aus welchen Präfekturen resp. Blutlinien Ihr Wagyu stammt? Damit Sie zum Beispiel nach dem Rotationsprinzip von Takeda die nächsten Anpaarungen planen können!

Lassen Sie durch einen australischen Experten eine Analyse erstellen!

Es gibt eine sogenannte Kurzanalyse, aus der die Blutlinien hervorgehen, von denen Ihr Wagyu abstammt - eine beispielhafte Darstellung finden sie unter diesem Link

Die ausführliche Analyse enthält wesentlich mehr Informationen, zum Beispiel auch die Darstellung der Zuchtwerte, die auf den zu diesem Zeitpunkt aktuellen Daten der Australian Wagyu Association beruhen. Ein Beispiel finden Sie unter diesem Link

Die Kurzanalyse kostet 30 € zzgl. ges. MwSt., der Preis für die ausführliche Version liegt bei 60 € zzgl. ges. MwSt.. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Benötigt werden dafür die eindeutigen Pedigrees der beiden Elterntiere. Die Daten bitte an die folgende Adresse schicken:

Herdbuchzucht - Fakten statt Vermutungen

Sowohl in den USA als auch in Australien ist die Registrierung mit wesentlich mehr Aufwand verbunden als in Deutschland. Es müssen viele Daten unterschiedlichster Natur gemeldet werden, um ein möglichst umfangreiches Bild des zu registrierenden Tieres zu erhalten.

Im australischen System wurden dazu früher die rechnerischen Werte der Vorfahren herangezogen, um dann die Rückschlüsse auf die Leistungsdaten der Nachkommen zu ziehen. Diese Kalkulation hat nicht den Zuchtfortschritt abbilden können, der durch diese Anpaarung entstanden ist. Sondern eben nur die Durchschnittswerte der Eltern. Der Fortschritt wurde dann erst im Laufe der Zeit erfasst und die Daten dementsprechend korrigiert. Hinzu kamen in den letzten Jahren noch die Informationen aus einem softwarebasierten Kamerasystem, das die RibEye-Größe, die Marmorierung und die Feinheit der Marmorierung  am Schlachtkörper selber erfasst hat. Dadurch wurden die vorher geschätzten Werte sehr stark nach oben korrigiert!

Heute sind die Informationen aus dem sogenannten 50 K SNP ausschlaggebend für die Werte des Tieres. Aufgrund einer umfangreichen Datenbank in Australien werden mittlerweile gEBV's erstellt - genomische Zuchtwerte. Diese können dann den Zuchtfortschritt, der aus dieser Anpaarung resultiert, bereits abbilden. So kann ich zum Beispiel nachvollziehen, dass mein Bulle TrentBridge Nachkommen mit verschiedenen Muttertieren produziert hat, die um durchschnittlich 14% besser sind als die Werte der Elterntiere! Mit anderen Worten: TrentBridge produziert Zuchtfortschritt! Natürlich können auch diese Werte im Zeitablauf um Informationen ergänzt werden, die dann die Werte mit einer höheren Genauigkeit versehen.

Grundsätzlich unterscheidet das australische Herdbuch mit den zur Verfügung gestellten Informationen zwei Bereiche:

Phänotyp - fokussiert auf das Erscheinungsbild des Tieres, die Entwicklung sowie die Karkassendaten. Unter dem obenstehenden EBV sind dann die Zuchtwerte für das Tier erfasst, während unter "Acc" die Genauigkeit der Aussage zu verstehen ist. Der untenstehende EBV/Zuchtwert gibt den immer aktuellen Durchschnittswert der australischen Zucht an! Beispielhaft sei das Karkassengewicht genannt: Dieses beträgt bei dem Bullen 38Kg mit einer 86%igen Genauigkeit - der Durchschnitt der australischen Zucht liegt bei 13 Kg! Auf diese phänotypischen Merkmale ist auch das deutsche System ausgelegt - verdeutlicht durch die Körwerte, die sich auf Typ - Bemuskelung - Skelett beziehen.

Damit ist ein Wagyu in seiner Gesamtheit aber nur unzureichend erfasst. Denn die Marmorierung, deren Feinheit, die Fettauflage etc. sind entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg - dieser wird durch den Genotyp abgebildet. Bei dem Beispiel hat der Bulle einen Marmorierungswert von 1,7 mit einer 80%igen Genauigkeit - der Durchschnitt der australischen Zucht liegt bei 0,6!

Um hier auch nochmals kurz die Vergangenheit zu bemühen: die Japaner wollten durch die Einfuhr von Bullen aus dem Ausland Ende des 19. Jahrhunderts ihre Zucht phänotypisch aufwerten - mehr Masse generieren. Sie mussten jedoch schnell feststellen, dass die genotypischen Merkmale wie Marmorierung stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Also hat man zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Herdbuch geschlossen - seitdem wird kein fremdes Blut mehr in die Blutlinien der schwarzen und roten Wagyu eingefügt.

Für den wirtschaftlichen Erfolg mit Wagyu ist es auch heute noch wichtig, verlässliche und damit auch bis zu einem gewissen Grad vorhersagbare Ergebnisse zu erzielen. Dabei spielen die genetischen Eigenschaften eine wichtige Rolle - mindestens genauso wichtig ist aber auch die richtige Fütterung. Sind die gewünschten genetischen Eigenschaften jedoch nicht wirklich vorhanden, lässt sich durch die Fütterung kaum eine Korrektur vornehmen. Umgekehrt kann man natürlich die besten genetischen Voraussetzungen durch eine falsche Fütterung zunichte machen.

Für Züchter ist es wichtig, eine Genetik zu haben, die verlässlich die gewünschten Ausprägungen produziert. Hierzu kann man auf die australischen Zuchtwerte sehr gut zurückgreifen!

Wagyu - Kuroge oder Akaushi? Schwarz oder rot?

Wagyu ist in Japan der Sammelbegriff für die dort vorkommenden Fleischrinderrassen, von denen es vier gibt. Darum reagieren die Japaner auch irritiert, wenn man ihnen erklärt, dass weltweit die schwarzen Wagyu (Kuroge) mit den roten Wagyu (Akaushi) gekreuzt werden können, um dann aber immer noch als reinrassige Wagyu zu gelten. Dies ist vergleichbar mit einer Kreuzung von Angus und Simmental - es wäre dann aber immer noch ein reinrassiges "Fleischrind". Hier würde ebenso viele Leute mit Unverständnis reagieren.

So werden die Wagyu-Herdbücher aber weltweit außerhalb Japans geführt - auf diese mögliche Diskussion möchte ich mich aber hier gar nicht einlassen.

Jede der beiden Rassen hat ihre besonderen Merkmale. Diese gegeneinander aufzuwiegen, macht keinen Sinn. Über die schwarzen Wagyu ist ja schon hinreichend berichtet worden - wo haben denn die roten Wagyu ihre Vorteile?

Akaushi werden die Japanese Brown genannt. Nur international wurde das "braun" gegen ein "rot" getauscht - daher rote Wagyu. Die außerhalb Japans vorkommenden Tiere stammen aus der Kumamoto-Präfektur. Dort waren sie vor Schließung des Herdbuchs dem Einfluss von Simmental, British Devon und koreanischen Hanwoo - Rindern ausgesetzt. Auf meiner Reise durch Australien wurde mir von Züchtern berichtet, dass der Einfluss des Simmental-Rindes unterschiedlich hoch ist, im Durchschnitt jedoch ca. 25% betragen soll.

Prinzipiell haben auch diese Tiere gute Marmorierungseigenschaften. Je nach "Familienstamm" sind diese unterschiedlich ausgeprägt. Ist also von den Kunden Marmorierung gewünscht, können diese Tiere gegenüber anderen Rassen durchaus punkten - auch wegen der Textur des Fleisches.

Rote Wagyu bieten:

    • gute Mutterkuheigenschaften aufgrund der Milch
    • sehr gute Karkassengewichte
    • eine sehr gute Verwertung von Grünfutter (wesentlich besser als die schwarzen Wagyu)
    • eine relativ frühe Schlachtreife mit ca. 25-27 Monaten, da sie danach nur noch unterproportional an Gewicht gewinnen, die Futterverwertung also wesentlich schlechter wird
    • ein Schlachtgewicht von gut 750 Kg
    • aufgrund des Grünfutters einen hohen Wert an Omega3- und Omega6-Fettsäuren haben - gesundheitlich gut, geschmacklich sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht unbedingt erwünscht!

Vergleichen Sie daher die Ergebnisse der roten Wagyu nicht mit denen der schwarzen - es sind zwei Rassen, die jeweils eine eigenständige Positionierung in der Vermarktung brauchen!

Einstufung des Marmorierungsgrades

Kunden wollen natürlich wissen, welchen Marmorierungsgrad das Fleisch zu bieten hat, das sie kaufen wollen. Häufig wird dann ein BMS (Beef Marbling Score) von 8 oder 9 genannt - doch welches Grading System liegt dieser Aussage zugrunde?

Ist es das australische oder das japanische System? Macht das denn einen Unterschied? Ja - und zwar einen gewaltigen! Während bei dem japanischen System eine Marmorierung von 8 einen intramuskulären Fettgehalt von 43,8% bedeutet, ist dies nach dem australischen System ein Fettgehalt von mindestens 19%. Ein sehr großer Unterschied!

Die Amerikaner haben nochmals ein anderes System, das sich nach Bezeichnungen richtet. Ich habe einmal versucht, eine Übersicht zu erstellen, die diese Systeme mit Werten unterlegt - nicht einfach darzustellen:

Quelle: Homepage der australischen Zuchtorganisation

Einfacher verständlich wird der sehr große Unterschied sicherlich mit folgender Darstellung. Um bei dem o.g. Vergleich zu bleiben - wo die offizielle Einstufung der Australier aufhört, fängt die der Japaner erst an.

Zurück zum Kunden: dieser will sicherlich wissen, welchen Marmorierungsgrad das Stück Fleisch hat, das er gerade verzehrt. Schließlich wird damit ja auch Werbung gemacht. Hier gilt es dann, einen Standard zu etablieren oder einen eindeutigen Bezug auf ein System herzustellen. Der wichtigste Standard ist aber immer noch: es muss einfach herausragend schmecken!

Erbfehler bei Wagy

Um das Thema „Gendefekte“ sind in der letzten Zeit viele Fragestellungen und Fehleinschätzungen entstanden. Insbesondere auch durch die Tatsache, dass der Fakt der „Erbfehlerfreiheit“ als absolutes und bestimmendes Qualitätskriterium gesehen wird. Dies ist grundsätzlich falsch, da die Qualität eines Tieres durch Faktoren wie Abstammung, Rahmen, Milchleistung, Vererbung der Marmorierung etc. maßgeblicher bestimmt wird. Auch spielt die Berücksichtigung des Inzuchtkoeffizienten bei der kleinen Ausgangspopulation eine gewichtige Rolle für die Gesundheit der Tiere. Die nachfolgenden Ausführungen sollen hier für Aufklärung sorgen, um auch Fehleinschätzungen zu vermeiden, die die deutsche Zucht nachhaltig in der Entwicklung einer genetischen Breite negativ beeinflussen könnte.

Japanische Population

Bereits bei den Tieren, die aus Japan exportiert worden sind, lagen Gendefekte vor. Dazu gehören herausragende Vererber wie:

    • Itomoritaka: CHS
    • Itoshigefuji: CHS
    • Itoshigenami: F11
    • JVP Fukutsuru 068: F11
    • Yasufuku Jr.: CL16
    • Kitateruyasudoi: F11


Diese Liste ist nicht abschließend, sondern nur beispielgebend, zumal hier nur die Bullen und nicht auch noch die weiblichen Tiere aufgelistet wurden. Wären diese Tiere aufgrund der Gendefekte nicht exportiert worden oder sofort nach der Kenntnis des Gendefektes aus der Zucht genommen worden, so würde heute die reinrassige Wagyu-Zucht wohl kaum noch existieren. Denn die Population, die insgesamt aus Japan exportiert wurde, war schon klein und führt heute zu wirklichen Herausforderungen bei der Zucht bzw. Vermeidung von Inzucht. Jedes sehr gute Zuchttier wird also weiterhin benötigt und für die Bullen der ersten Stunde werden Spitzenpreise für das Sperma bezahlt.

Erbfehler

Bei den fünf bekannten Erbfehlern handelt es sich um autosomal rezessive Erbkrankheiten. Das heißt, dass die Erbkrankheiten nur dann auftreten, wenn diese auf beiden Allelen vorhanden sind.
Folgende Gendefekte sind derzeit bekannt:

  • CHS (Chediak Higashi Syndrom): Dabei handelt es sich um eine Störung speziell der Makrophagen (weiße Blutkörperchen, die wichtig für die Immunabwehr sind). Tiere mit CHS haben dadurch eine verminderte Immunabwehr und häufiger bakterielle Infektionen. Anzeichen sind eine langsamere Blutgerinnung sowie eine auffallend helle Fellfarbe. Ein erster Indikator ist bei der Geburt eine ungewöhnliche Blutung im Bereich der Nabelschnur.
  • B3 (Spherocystosis): Dies ist eine Störung der Oberflächenmembran der Erythrozyten (rote Blutkörperchen). Das Protein aus dem B3-Gen bildet die Grundstruktur der Erythrozyten. Rinder, die homozygot betroffen sind (also zwei Kopien des rezessiven Allels haben), leiden an Anämie aufgrund der abnormen roten Blutkörperchen. Dies führt bei Kälbern meist in den ersten 7 Tagen zum Tod. Es gibt auch Fälle, die länger gelebt haben, aber zum Beispiel im Wachstum dann schwer behindert waren.
  • CL16 (Claudin 16 - Mangel): Diese ist auch unter der Bezeichnung RTD oder renale tubuläre Dysplasie bekannt. Die Anhäufung von fibrösem Gewebe führt zu einem stark erhöhten Risiko von Nierenversagen. Die Erkrankung kann jederzeit während des Wachstums auftreten und führt dann dazu, dass die Tiere meist nicht länger als 6 Jahre alt werden.
  • F11 (Faktor XI – Mangel): Faktor XI – Mangel ist eine autosomale Erkrankung, die bei Wagyu mit einer leicht erhöhten Blutungsneigung verbunden ist. Der Gerinnungsfaktor XI ist in der Wirksamkeit herabgesetzt. Die betroffenen Tiere zeigen leicht verlängerte Blutungszeiten sowie eine ungewöhnliche Plasmakoagulation nach einem Trauma oder chirurgischen Eingriff. Diese Erbkrankheit ist nicht letal und hat keine Auswirkung auf das Leben des Tieres, das in der Regel ganz normal verläuft.

Es gibt noch einen weiteren Gendefekt mit der Bezeichnung „Faktor XIII – Mangel“, der zwar in der Wagyu-Population festgestellt wurde, aber extrem selten ist. Daher wird an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen.
Wichtig ist es, festzuhalten, dass die Auswirkungen der genetischen Defekte dann sichtbar werden und Einfluss haben, wenn die Tiere den Status „affected“ (s.u.) haben.

Kategorien der Erbfehlerdiagnostik

F (free): Diese Tiere sind frei von dem untersuchten Erbfehler. Teilweise finden sich in den Pedigreeübersichten der Australier und Amerikaner die Abkürzungen FU – dies wird dann genutzt, wenn beide Elternteile nachgewiesen den Gendefekt nicht hatten und damit abgeleitet werden kann, dass dieser Defekt dann auch nicht bei den Nachkommen auftritt.
C (carrier): Diese Tiere tragen auf einem mutierten Allel den Gendefekt und sind phänotypisch nicht von einem gesunden Tier zu unterscheiden.
A (affected): Diese Tiere sind erkrankt an dem jeweiligen Erbfehler. Beide Genstandorte sind mutiert und der Gendefekt tritt auch phänotypisch auf.


Voraussetzung für eine ordentliche Zucht ist, dass die Tiere auf Gendefekte untersucht werden. Somit ist es dann möglich, diejenigen Tiere, die den Status „affected“ haben, weitgehend auszuschließen. Tiere, die nur „carrier“ sind, können und müssen bei entsprechender sonstiger „Eignung“ für die Zucht eingesetzt werden. Dabei gilt es zu vermeiden, dass „carrier“ mit dem gleichen Gendefekt angepaart werden. Andererseits können aus der Anpaarung eines Carriers mit einem Gendefekt-freien Tier 50% der Tiere ohne Gendefekt entstehen.

Worauf geachtet werden muss, geht aus folgendem Schema für das Zuchtmanagement hervor:

Anpaarung Verteilung der Nachkommen
  Frei Carrier Affected
Frei x Frei 100%    
Frei x Carrier 50% 50%  
Carrier x Carrier 25% 50% 25%
Frei x Affected   100%  
Carrier x Affected   50% 50%
Affected x Affected     100%


Angebot von Erbfehleruntersuchungen:

  • Agrobiogen
    Bei Agrobiogen können folgende Erbfehler mittels einer Haarprobe (inkl. Wurzel!) getestet werden:
    o B3
    o CHS
    o F11
    o CL16
    Mehr Informationen unter: www.agrobiogen.de
  • Neogen Europe
    Bei Neogen Europe können Folgende Erbfehler mittels einer Haarprobe (inkl. Wurzeln!) getestet werden:
    o B3
    o CHS
    o F11
    o F13
    o CL16
    Mehr Informationen unter: www.neogeneurope.com

Fazit:

Für jeden Züchter ist es wichtig, dass die Tiere auf potentielle Erbfehler getestet werden. Dies liegt in der Eigenverantwortung des Züchters gegenüber seinen Tieren!
Erbfehlerfreiheit kann als Verkaufsargument für den Käufer einen Zusatznutzen bieten. Dieser soll aber nicht überschätzt werden. Denn wesentlich wichtiger sind – wie bereits erwähnt – Faktoren wie Abstammung, nachgewiesene Vererbung gewünschter Eigenschaften wie Marmorierung, Rahmigkeit und Milchleistung. Was nutzen erbfehlerfreie Tiere, die aber für die Zucht nicht mehr geeignet sind?
Auf die Herdbuchführung hat das Vorliegen eines Gendefekts keine Auswirkung.
Freuen wir uns also über eine möglichst breite Zuchtpopulation, die aus Tieren besteht, die keine Gendefekte haben oder sog. Carrier sind – diese sind ein wertvoller Beitrag zu Weiterentwicklung der Wagyu-Zucht in Deutschland bzw. Europa.

American Wagyu Association:
http://wagyu.org/uploads/page/Inherited%20Recessive%20Traits%20in%20the%20US%20Red%20%26%20Black%20Wagyu%20Breed_v5.pdf

Japan Zenkyo

In 2017 war es endlich wieder soweit! Der nur alle fünf Jahre veranstaltete Wagyu Zenkyo wurde in Sendai eröffnet. Dieser Wettbewerb für weibliche Tiere und Schlachtkörper-Qualität ist in Japan ein wahres Volksfest.

37 der 43 japanischen Präfekturen haben an diesem Wettbewerb teilgenommen. Dies verdeutlicht die Bedeutung der Wagyu-Zucht für Japaner. Es wurden mehr als 500 schwarze (Kuroge) und auch wenige rote (Akaushi) Wagyu in verschiedenen Klassen bewertet.

Das häufig vollbesetzte Hauptstadion fasst 7.000 Besucher, insgesamt wanderten mehr als 400.000 Wagyu-Interessierte zu dieser besonderen Veranstaltung. Durch zahlreiche Stände in anderen Hallen und im offenen Gelände wurde dieser Event begleitet. Trotz der gleißenden Sonne warteten die Japaner geduldig auf eine Kostprobe vom Wagyu-Fleisch, das jeden Tag von den unterschiedlichen Präfekturen angeboten wurde.

Die kleine Gruppe von deutschen Züchtern, die diese Reise gemacht haben, war restlos begeistert - von der Freundlichkeit, der Veranstaltung sowie der gesamten Veranstaltung - ein wirkliches Erlebnis, das es so auf der ganzen Welt nicht mehr geben wird!

Die Bilder geben einige Impressionen wieder: